Eine neue Bevölkerungsumfrage des Amts für Wirtschaft des Kantons Zürich und der Zürcher Handelskammer zeigt: Die grosse Mehrheit nimmt die Wirtschaft im Kanton Zürich grundsätzlich positiv wahr, zeigt sich zufrieden mit ihrer persönlichen Lage, fühlt sich im Kanton wohl und denkt nicht daran wegzuziehen. Eine generelle Wirtschaftsskepsis ist nicht ausdrücklich erkennbar. Gleichzeitig wird aber deutlich: Wirklich als Teil «der Wirtschaft» sehen sich nur zwei von fünf – und bei zentralen Standortfragen fehlt oft das Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge und Anliegen. Besonders internationale Grossunternehmen geniessen in Teilen der Bevölkerung wenig Rückhalt, obwohl viele anerkennen, dass sie sich im globalen Wettbewerb behaupten müssen.
Für den Standort Zürich ist das mehr als ein Stimmungsbild. Denn die Herausforderungen werden nicht kleiner: demografischer Wandel und Arbeitskräftemangel, geopolitische Unsicherheiten und Zölle, das Verhältnis zur EU sowie die OECD-Mindestbesteuerung. Zürich ist heute attraktiv – für Unternehmen und Talente. Doch Wohlstand ist nicht selbstverständlich, und es gibt auch Kehrseiten – Stichworte sind Dichtestress oder Wohnungskosten. Wie also weiter?
Luc Zobrist, Leiter Volkswirtschaft im Amt für Wirtschaft des Kantons Zürich, stellt die Resultate der aktuellen Bevölkerungsumfrage vor. Gemeinsam mit unseren Panelteilnehmenden diskutieren wir anschliessend:
Was steckt hinter dem Unbehagen gegenüber «der Wirtschaft» – obwohl die Wirtschaft insgesamt positiv bewertet wird?
Fehlt es eher am Verständnis der Zusammenhänge – oder prägen politische Haltungen die Wahrnehmung zentraler Akteure (zum Beispiel Grossunternehmen) und Branchen?
Welche konkreten Schritte braucht es, damit Gesellschaft, Politik und Unternehmen wieder eher «am gleichen Strick» ziehen? Wie schaffen wir wieder eine gemeinsame, tragfähige Vision für einen wettbewerbsfähigen Standort – und wie gewinnen wir dafür Mehrheiten?
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!